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SUMMARY:dasvinzenz zu Gast im Eine WeltHaus: "Ich will keinen Trost von Niemandem - De algún tiempo a esta parte"
DESCRIPTION:Vor nicht all zu langer Zeit\nvon Max Aub auf Spanisch und Deutsch \nEs lesen: Sibylle Canonica und Elina Fernández\nMusik: Ardhi Engl\nEinrichtung: Eos Schopohl \nTickets: www.dasvinzenz.de \nAnlässlich des Gedenktages an die Befreiung des KZ Dachau am 29. April lädt dasvinzenz zur Lesung des Monologs von Max Aub: „Ich will keinen Trost von Niemandem – De algún tiempo a esta parte“ auf Spanisch und Deutsch ein. \nWien 1938\, nach dem Anschluss Österreichs. Die Jüdin Emma lebt nach der Enteignung ihrer Wohnung noch geduldet in der Dachkammer des Hauses und schlägt sich als Putzfrau eines Theaters durch. Ihre Trauer um ihren in Dachau ermordeten Mann Arnolf und den ungeklärten Tod ihres in Spanien umgekommenen Sohnes Samuel hat sich in kalte Wut verwandelt\, mit der sie\, wie eine Zeitzeugin wider Willen\, die Verrohung und Gräuel beobachtet\, zu denen ehemals freundliche Nachbarn und Mitmenschen plötzlich fähig sind. Mit einer sie selbst erschreckenden Distanz registriert sie den Jubel um die brennende Synagoge und berichtet ihrem toten Arnolf täglich von den Demütigungen\, die sie mit ansehen und selber ertragen muss. Aber aufgeben will sie nicht – wie ihre beste Freundin. Sie will zusehen\, welche Hölle die Verantwortlichen des Regimes einmal erwartet. Als getaufte Katholikin glaubt sie an göttliche Gerechtigkeit. Gegen die Kälte beschwört sie oft humorvoll Szenen ihrer glücklichen Ehe\, mit kleinen Streitereien\, Ängsten\, Eifersucht\, und fragt sich zugleich\, ob ihr politisch früher desinteressiertes Dahinleben in ruhigem Wohlstand nicht auch Mitschuld trägt an ihrem jetzigen Elend.\nMax Aub – Sohn deutsch-französischer Eltern\, in Paris geborener\, in Spanien aufgewachsener jüdischer Schriftsteller und Dramatiker – hat diesen Monolog 1939 im Pariser Exil auf Spanisch geschrieben und durch Lager-\, Kriegs- und weitere Exiljahre gerettet. Die deutsche Fassung des von der Übersetzerin Stefanie Gerhold im Nachlass von Max Aub entdeckten\, berührend und hellsichtig vorausschauenden Textes\, schildert wie rasch sich durch Hass und andauernde Hetze das humane Umfeld für die Betroffenen verändert.
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