
Seit den 1990er Jahren expandieren deutsche Automobilkonzerne nach Ungarn. Die Autoindustrie wurde zum Sinnbild eines komplexen kapitalistischen Systems, das unseren Alltag prägt. Das Fließband steht niemals still: Die Geschwindigkeit steigt, Leistung wird optimiert, alle zwei Minuten verlässt ein Auto die Fabrik. Gleichzeitig feiert unter prekären Arbeitsbedingungen alle zwei Monate eine neue Theaterproduktion Premiere. Konsum wird zum Motor seiner selbst, während soziale Ungleichheit wächst.
Ein Schauspieler und zwei Arbeiter*innen begegnen sich in Drive auf einer Bühne. Zwischen persönlichen Erfahrungen und globalen Produktionsketten stellen sie eine zentrale Frage: Kann es in einer Welt der ständigen Beschleunigung bereits ein Akt des Widerstands sein, sich Zeit zu nehmen – einander zuzuhören, sich zu begegnen und wirklich zu verstehen?
9.4. | 20 Uhr
10.4. | 19 Uhr
Karten: 6 – 30 €