
Smart Devices, Algorithmen und digitale Kontrollsysteme schreiben sich längst in Gewebe, Organe und Bewegungen ein. Technologie erscheint nicht mehr als äußeres Werkzeug, sondern als totale Institution im Inneren des Körpers. Jan Rozmans Performance Wetware verbindet Stand-up, Choreografie und Theorie zu einer düsteren wie humorvollen Selbstbefragung im Zeitalter des Überwachungskapitalismus. Zwischen Elon Musk, den psychopolitischen Thesen Byung-Chul Hans und dem eigenen Körper begibt sich Rozman auf eine Reise durch Optimierungsdruck, Erschöpfung und das Gefühl, niemals genug zu sein. Mit schwarzem Humor und choreografischer Präzision entwirft Wetware den Menschen als Netzwerk smarter Geräte – permanent aktiviert, gesteuert und gefangen im Kreislauf zwischen Können und Müssen.