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Event Series: nebel nebel: HOPE

nebel nebel: HOPE

31. July at 20:00 - 21:30
5 € - 32 € €
München-Premiere
Credits des Fotografen:in: © Grafik: Alexander Brueggeboes
Weiterverarbeitung des bildes: ja

Eine Performance von nebel nebel in Kooperation mit F. Wiesel

„Der Erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen „Dies gehört mir” und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wieviel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: „Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört.” 

Jean-Jacques Rousseau: “Diskurs über die Ungleichheit”

Großstädter retten sich in Schrebergärten, andere annektieren ganze Länder und rund 60 Jahre nach der ersten Mondlandung ist das All erneut zur Projektionsfläche für Machtfantasien geworden. Was einst Segelschiffe über Ozeane trugen, fliegt heute in Raketen durch die endlose Weite: die alte Idee, dass sich alles erobern, vermessen, verwerten lässt. Aber wie entkommt man einem territorialen Besitzdenken, das bis zu den Sternen reicht?

HOPE ist eine begehbare Bühneninstallation mit Live-Performance, die das Publikum im Rahmen einer inszenierten Führung durch eine animierte Objekttheater-Welt führt. Zwei Performer*innen erzählen eine fantastische Geschichte über Besitzansprüche, menschliche Hybris und die Kraft nicht-menschlicher Akteure. Ausgehend vom Mond hinterfragt HOPE in einer skurrilen Versuchsanordnung das Verhältnis von Mensch und Umwelt. Die Zuschauer*innen ersteigern ihr persönliches Stück Mond und werden Zeug*innen eines absurden intergalaktischen Rechtsstreits, der zeigt: Nicht alles lässt sich einzäunen – schon gar nicht das, was nie jemandem gehört hat außer sich selbst. Der Mann im Mond wird Realität und mit der Konsequenz seiner romantischen Phantasie konfrontiert. Wohin führt uns das Freiheitsversprechen der Besitzlogik?


Künstlerische Leitung nebel nebel (Lisa Chiara Kohler, Hannah von Eiff, Balthasar Wörner) in Kooperation mit F. Wiesel (Hanke Wilsmann, Jost von Harleßem) | Text Tassilo Pyko, nebel nebel, F. Wiesel und andere | Mit Hardy Jürgens, Emma Stratmann | Bühne und Kostüm Lisa Chiara Kohler, Hannah von Eiff | Technische Gestaltung, Video Jost von Harleßem | Komposition, Sound Design Balthasar Wörner | Outside Eye Hanke Wilsmann | Produktion Heidrun Schlegel, nebel nebel | Visuelle Kommunikation Alexander Brueggeboes


Lisa Chiara Kohler, geboren in Stuttgart, lebt und arbeitet als Bühnen- und Kostümbildnerin in München. Nach dem Abitur absolvierte sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München ein Studium der Theater-, Sprach- und Literaturwissenschaft. Anschließend studierte sie Bühnen- und Kostümbild an der Akademie der Bildenden Künste München in der Klasse von Prof. Katrin Brack, welches sie mit dem Diplom abschloss.

Vor und während ihrer Studienzeit sammelte sie Erfahrungen in diversen Hospitanzen sowie Regie- und Bühnenbildassistenzen am Schauspielhaus Zürich, den Münchner Kammerspielen, dem Residenztheater München, und dem Schauspiel Stuttgart. In dieser Zeit arbeitete sie unter Anderem mit den Regisseur*innen Tina Lanik, Sebastian Baumgarten, Frank Castorf und Armin Petras sowie den Bühnenbildner•innen Annette Riedel,  Márton Ágh, Aleksandar Denić und Stefan Hageneier zusammen. Sie wurde 2022 mit dem Deutschlandstipendium und dem Preis der Brigitte und Ekkehard Grübler-Stiftung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet.

Ihre Bühnen- und Kostümbilder wurden u. a. am Schauspielhaus Zürich, den Münchner Kammerspielen, den Salzburger Festspielen, dem Theater Dortmund, dem Nationaltheater Mannheim, dem Theater und Orchester Heidelberg, dem Lofft Leipzig, dem Jungen Ensemble Stuttgart, dem Stadttheater Ingolstadt, dem Theater Trier, sowie dem Hessischen Landestheater Marburg gezeigt. lisakohler.com

Hannah von Eiff, geboren 1993 in Frankfurt am Main, arbeitet als Bühnen- und Kostümbildnerin. Hannah von Eiff ist gelernte Fachkraft für Veranstaltungstechnik und arbeitete mehrere Jahre als Bühnentechnikerin. Anschließend studierte sie Bühnen- und Kostümbild bei Katrin Brack an der Akademie der Bildenden Künste in München. Sie war Stipendiatin der Brigitte und Ekkehard Grübler-Stiftung, sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2024 absolvierte sie in München ihr Diplom.
Ihre Arbeit war bereits am Schauspielhaus Graz, den Münchner Kammerspielen, dem Mecklenburgischen Staatstheater sowie diversen Landestheatern und freien Produktionshäusern zu sehen. Sie zeichnet sich für die Ausstattung der Produktion „Pollesch wäre das nicht passiert” UA (Regie: Romy Lehmann) am Landestheater Marburg verantwortlich, die 2024 zu den Hessischen Theatertagen eingeladen wurde. hannahvoneiff.de

Balthasar Wörner wurde 1998 in Stuttgart geboren. In der Spielzeit 2016/17 hospitierte und assistierte er am Theater Heidelberg, in der Spielzeit 2017/18 folgte ein Freiwilliges Soziales Jahr am Münchner Residenztheater. Ab 2020 studierte er Theaterwissenschaft an der LMU München. Seit 2018 erfolgen diverse Arbeiten als Schlagzeuger, sowie Live- und Theatermusiker, unter anderem am Theater Heidelberg, dem Theater Ingolstadt, dem Jungen Ensemble Stuttgart, der Theaterakademie August Everding München, dem LOFFT Leipzig und dem Schauspiel Duisburg.

Emma Stratmann wurde 2001 am Niederrhein geboren. Erste Theatererfahrungen sammelte sie am Theater Duisburg, seit 2021 studiert sie Schauspiel an der Theater Akademie August Everding. Im Jahr 2022 war sie Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins. Ab 2022 war sie als Chorführerin in „Medea” am Residenztheater zu sehen (Regie: Karin Henkel). Im Jahr 2023 stand sie in „Wir im Finale” auf der Bühne des Akademie Theaters (eingeladen zu den Bayerischen Theatertagen 2024). 2024 spielte sie unter anderem die Helena in „Kassandra”, der Abschlussproduktion ihres Jahrgangs und verkörperte Wiebke im HFF Abschlussfilm „Die Zelle”. Januar 2025 wirkte sie in der Produktion „Perse-phone.Das Wandern” (Regie: Nick Tlusty) mit, welche auch beim Körber Festival für Junge Regie gezeigt wurde. Im Februar 2025 spielte sie in „Die Baugrube” (Regie: Fabiola Kuonen), seit März ist sie als Lisa in der Jung&Jeder Produktion der Salzburger Festspiele „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter” zu sehen. Seit der Spielzeit 2025/26 ist sie festes Ensemblemitglied am Landestheater Tübingen.

Hardy Jürgens, geboren 1997 in Heilbronn, studierte er von 2020 bis 2024 Schauspiel an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG). Neben seinem Studium arbeitete Hardy Emilian Jürgens als Film-schauspieler, Sprecher oder moderierte die steirische Landesmeisterschaft im Kraftdreikampf. 2023 spielte er unter der Regie von Lorenz Nolting in „MOBY DICK” am Schauspielhaus Graz und im Sommer 2023 wurde seinem Jahrgang mit der Produktion „TEMP:EST” (Regie Ed Hauswirth) der Ensemblepreis des Schauspielschultreffens verliehen. In der Spielzeit 23/24 war er Ensemblemitglied des Volkstheaters Wien im Rahmen der Kooperation mit der KUG und wirkte unter anderem mit in „DIE INKOM-MENSURABLEN” (Regie Nils Voges), ,DU MUSST DICH ENTSCHEIDEN!” (Regie Kay Voges) und „DER KLEINE PRINZ” (Regie Johanna Mitulla).

Unter dem Label F. Wiesel arbeiten Hanke Wilsmann und Jost von Harleßem mit wiederkehrenden Kollaborateur*innen. Beide studierten Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen und entwickeln seit 2011 im Raum Frankfurt am Main Theaterproduktionen und Installationen.

Jost von Harleßem, geboren 1987, studierte von 2008-2009 Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und von 2009-2018 Angewandte Theaterwissenschaft (BA/MA) an der JLU Gießen. Neben seinen eigenständigen Arbeiten ist er als Gestalter für Licht-, Video- und Bühnenkonzeptionen bei verschiedenen Produktionen verantwortlich. Er konzipierte Bühnenbilder für Theaterabende am Stadttheater Gießen, Theater Oberhausen, Theater- und Orchester Heidelberg sowie am Schauspielhaus Wien, dem Schauspielhaus Graz und dem Mousonturm Frankfurt. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn seit 2013 mit dem Performance-Kollektiv FUX.

Hanke Wilsmann, geboren 1987, studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der JLU Giessen. Neben ihrer künstlerischen Arbeit betreute sie ab 2014 im internationalen Touring Team die Arbeit Situation Rooms der Performancegruppe Rimini Protokoll und führte von 2018 bis 2023 in einer Doppelspitze die Projektleitung des Frankfurt LAB; einem Produktions- und Aufführungsort für zeitgenössische Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Seit Mai 2025 ist sie Teil des neuen Projektkoordinations- und Produktionsleitungsteams von Vision 31 in dessen Rahmen die Aktivierung hin zur kulturellen Zwischennutzung der ehemaligen Kunstbibliothek auf dem Kulturcampus-Areal in Frankfurt Bockenheim strukturell aufgebaut wird.

Alexander Brüggeboes, geboren in Stuttgart, arbeitet als Gestalter für visuelle Kommunikation. Er studierte Kommunikationsgestaltung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd u.A. bei Michael Burke und Jürgen Hoffmann sowie Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel bei Marion Fink und Annik Troxler. Zuvor studierte er Online-Medien-Management an der Hochschule der Medien Stuttgart.

Er arbeitete u.A. am Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren der Universität Stuttgart, sowie im Büro für Gestaltung Frank Abele in München. Zu seinen Arbeiten zählen u.A. die Informationsgestaltung für den Diakonissenplatz der Stadt Stuttgart, Kulturplakatreihen wie z.B. für das Roxy Theater Birsfelden in Basel, Plakat- und Layoutentwürfe für Veranstaltungen der HfG Schwäbisch Gmünd und Designrichtlinien für Kultur im Bunker Stuttgart. Seine Arbeit Voice of the River wurde im Rahmen der Neckartagung zur IBA ’27 präsentiert.


Termine: Fr, 31.07. + Sa, 01.08. | 20:00 sowie So, 02.08. | 18:00
Ort: PATHOS theater
Dauer: ca. 90 Min.
Sprache: Deutsch
Tickets: 30 € Support-Ticket | 20 € normal | 12 € ermäßigt | 5 € Mindestpreis
Klimafolgekosten-Tickets: 32 € Support-Ticket | 22 € normal | 14 € ermäßigt | 7 € Mindestpreis

Informationen zum Klimafolgekosten-Ticket gibt es hier.


Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und die Kulturstiftung Bezirk Oberbayern.

   

 

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Organizer

PATHOS theater
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ticket@pathos.theater
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Karten unter
https://t.rausgegangen.de/tickets/shop/p-hope
Preis
5 € - 32 €

Venue

PATHOS THEATER
Dachauer Straße 110d
München, 80636 Germany
+ Google Map
Phone
089/21751293
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