Anmeldung per Mail an vermittlung@pathos.theater erbeten.
Wir feiern Hochzeiten, Abschlussbälle und Housewarming Parties, doch viele Zäsuren im Leben von Frauen bleiben unbeachtet und ungeteilt. Salon Afterglow ist ein freundlicher Raum für alle FLINTA*-Personen, um gesellschaftliche Übergänge zu erkunden, feministische Sichtweisen zu feiern und künstlerische Zugänge zu Care, Arbeit und Körper zu entdecken. Hier öffnen sich Türen zu Übergängen, die wir spüren, aber selten benennen. Expertinnen aus Kunst, Wissenschaft und Praxis bringen ihre Perspektiven ein. Im Anschluss warten Getränke und Snacks.
Texte, Rituale und performative Momente: Salon Afterglow ist eine Einladung an alle Denkerinnen, Zuhörerinnen, Innehalterinnen, Durchhalterinnen, Ladies. Jeder Salon hat ein eigenes Thema.
Die Nacht davor. Vor der Hochzeit, vor dem Geburtstag, vor der Prüfung, vor der Beerdigung. Der Ring liegt bereit, der Kuchen ist gebacken, die Rede geschrieben – und trotzdem: es ist noch nicht so weit. Am Vorabend wird noch nicht gefeiert, noch nicht geweint, noch nicht gratuliert. Du liegst wach und übst schonmal die Gesten von morgen, ohne dass sie gelten. Ist das Warten selbst schon ein Fest – oder die letzte Nacht, in der man noch niemand ist: noch nicht Braut, noch nicht neunzig, noch nicht Witwe?
Vielleicht feiert man am Vorabend genau das: die Version von sich, die es morgen nicht mehr geben wird. Die Jubilar indieser Nacht ist noch niemand – nur ein Mensch kurz vor der Schwelle. Im Salon Afterglow feiern wir alle Vorabende auf einmal. Die Nacht vor der Hochzeit neben der vor dem Neunzigsten, neben der vor der Diagnose. Was sie verbindet: dass in ihnen noch alles möglich ist – auch das Nicht-Feiern.
Das Thema des Salons wird noch bekannt gegeben.
Judith Huber ist freischaffende Schauspielerin, Performerin und Autorin mit Musical- und Schauspielausbildung; sie lebt und arbeitet in München. Seit vielen Jahren entwickelt sie Arbeiten zu Identität, Wandel und Gemeinschaft. Huber verbindet in ihrer künstlerischen Praxis Theater, Performance und Schreiben und setzt sich dafür ein, alte Formen neu zu denken.
Eva Löbau ist Schauspielerin, Performerin, Autorin häufig in Sparten übergreifenden Projekten, war Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen. Sie spielt in Film- und Fernsehproduktionen, u. a. Der Wald vor lauter Bäumen von Maren Ade und Knallhart von Detlev Buck. Auch in neueren Projekten wie Das Lehrerzimmer, in Serien wie Familie Bundschuh oder als Tatort-Kommissarin zeigt sie, wie Lebensgeschichten, Alltag und Wandel erzählt werden können.
Termine: Do, 02.04. + Do, 30.04. + Do, 14.05. + Do, 25.06. + Do, 23.07. + Do, 29.10. + Di, 08.12. | jew. 19:00
Ort: Die Pförtner*in – Pförtnerhaus im Kreativquartier Neuhausen, Dachauer Str. 110a, 80636 München
Dauer: ca. 2 Std. pro Salon
Tickets: Eintritt frei, Anmeldung per Mail an vermittlung@pathos.theater erbeten.
Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.
